Pferderennen als Volkssport

Wetten

Derjenige, der seinem Freizeitvergnügen selbst etwas Spannung hinzufügen will, hat die Möglichkeit des Wettens, entweder live vor Ort, wenn Rennen stattfinden oder nun auch im Internet, zum Beispiel unter Pferdewetten.org. Ohne Zweifel ist man auf der Rennbahn weniger dem Zufall ausgesetzt als bei Lotterie und anderen Glücksspielen. Über Leistungsvermögen und momentane Form eines Pferdes kann man sich durch Sportzeitschriften und Programme informieren. Man entscheidet dann über Wettart und Einsatz. Bei Siegwetten – nur auf das siegende oder in "totem" Rennen auf die gemeinsam einkommenden Pferde – gibt es höhere Renngewinne als bei Platzwetten, wo das auserwählte Pferd auf den Plätzen 1 bis 3 ankommen kann, wenn mehr als 7 Pferde laufen. Wesentlich höhere Gewinne werden, mit allerdings auch höherem Risiko, bei Zweier- und Dreierwetten sowie bei Kombinationen innerhalb dieser Wettarten erzielt. "Pferdeverstand" ist absolut nicht erforderlich; man kann ebenso gut nach Reitern, Pferdenamen, Besitzern oder Rennfarben auswählen! Der Wetter trägt in jedem Falle zum Fortbestand dieser herrlichen und interessanten Sportart bei und kann sich für kurze Zeit indirekt als "Besitzer" eines Pferdes fühlen. Die ist unter anderem auf der Homepage Pferdewetten.org möglich.

Die Organisation der Vollblutzucht

Die anerkannte Züchtervereinigung gemäß Tierzuchtgesetz ist das bereits genannte Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. Der Verband ist verantwortlich für die Förderung und Überwachung der deutschen Vollblutzucht und beaufsichtigt ihre Leistungsprüfungen, die Rennen.
Er erlässt eine Zuchtbuchordnung, die Bestandteil der Satzung ist, sowie eine Rennordnung, die von allen am Rennsport Beteiligten verbindlich anerkannt werden. Damit sind in gleicher Weise alle Richtlinien, Durchführungsbestimmungen, Einzelmaßnahmen und Beschlüsse des Verbandes oder seiner zuständigen Organe verbindlich. Der Verband ist gemeinnützig und erstrebt keinen Gewinn.
Nach dem Tierzuchtgesetz hat jeder Züchter, der die Voraussetzungen einwandfreier züchterischer Arbeit erfüllt, die Möglichkeit, die von ihm gezüchteten Vollblutpferde in das ADGB eintragen und an den vom Verband beaufsichtigten Leistungsprüfungen teilnehmen zu lassen. Ohne Eintragung und Vorlage eines entsprechenden Abstammungsnachweises – in der Vollblutzucht der Pferdespaß – kann kein im Inland geborener oder eingeführter Vollblüter und kein bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Liste I registrierter Halbblüter an Rennen teilnehmen.

Berufsausbildung in Vollblutzucht und Rennsport

Am 1. November 1975 hatten die drei Pferdesportverbände im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft nach jahrelangem Bemühen gemäß Berufsbildungsgesetz eine Ausbildungsverordnung erstellt. Im Bereich der Vollblutzucht und des Rennsports ist der Ausbildung von Rennreitern und Gestütswärtern schon vor Erlass der Ausbildungsverordnung größte Aufmerksamkeit geschenkt worden. Der Rennreiter-Jockey darf er sich erst nach 50 Siegritten in Rennen der Klasse A nennen – hatte schon vor dem Kriege eine harte und lange Lehrzeit (bis zu 5 Jahren) zu absolvieren. Jetzt gilt für alle Schwerpunkte eine Ausbildungsdauer von drei Jahren, die unter Umständen durch ein nachgewiesenes Berufsgrundschuljahr verkürzt werden kann. Solange kein einheitliches Ausbildungsprogramm vorhanden ist, sind Zugeständnisse in den einzelnen Ländern möglich. Viele der gesetzlichen Regelungen und Verordnungen werden durch die Erfordernisse der Praxis Änderungen erfahren, um die gesamte Ausbildung der Entwicklung anzupassen